(Turn)Beutel Josie

Seit einer langen Weile sind ja diese Beutel wieder "in" - ihr wisst schon, diese Turnbeutel für Große. Wer hatte so ein cooles...


Seit einer langen Weile sind ja diese Beutel wieder "in" - ihr wisst schon, diese Turnbeutel für Große. Wer hatte so ein cooles oder uncooles Teil nicht als Kind und Teenager? Es gibt diverse Anleitung für diese Tasche und vor einer ebenso langen Weile habe ich sogar mal den MATCH.Beutel von leni.pepunkt für die Kids genäht.


Das ist so lang her, dass ich es quasi wieder vergessen habe. Und letzte Woche dann dachte: "Mönsch, so'n Beutelchen wär fein" und mich auf die Suche nach einem Schnitt begab. *anStirnklatsch* Nicht so helle, die Janine.


Naja, jedenfalls habe ich bei Snaply den Beutelschnitt "Josie" gefunden und fand die Art wirklich fein. Genau so, wie ich es von früher kenne. Also kostenlose Anleitung aufrufen und ab geht die Nähpost. So ein Beutelchen ist ja fix genäht.


Ich habe dafür das lang gehütete silberne Kunstleder angeschnitten und die Reste des Fuchs-Stoffes meiner Ansel Kameratasche verwendet. Außerdem fand endlich der putzige Einhornanhänger einen passenden Platz.


Ich bin, was den Schnitt und die Kombi angeht richtig zufrieden, aber: Ich glaub er ist zu klein für mich. Bei 1,90 ist das dann doch eher so, als würde ich den Turnbeutel meiner Sechsjährigen tragen. Hmpf. Daher ist das Thema "Beutel für Janine" noch nicht durch und evtl. nähe ich mir einfach doch einen MATCH.Beutel und verschenke den Traum in Pink und Silber an jemanden. Oder ich vergrößere mir die "Josie" einfach ein bisschen. Das ist ja flix gemacht. Mal sehen.


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Miederdirndl Anna in Knallerfarben

Ich hatte euch ja schon im Mai mein selbstgenähtes Dirndl nach dem Schnitt von Monbresal gezeigt und auch verraten, dass ich mich so abs...


Ich hatte euch ja schon im Mai mein selbstgenähtes Dirndl nach dem Schnitt von Monbresal gezeigt und auch verraten, dass ich mich so absolut nicht entscheiden konnte, welche Farbe (und damit welchen Stil) das Dirndl haben soll. Und dass ich deshalb einfach zwei Dirndl hintereinander weg genäht habe.


Jetzt endlich gibt es auch vom zweiten - wesentlich knalligeren - Dirndl Fotos und die möchte ich euch nicht vorenthalten. War das erste Dirndl noch ein festlicheres für die Konfirmation meiner ältesten Tochter, ist dieses zweite Drindl eine Granate in Sachen Farbe. Das Stoffpaket habe ich genau wie das andere bei Laura & Ben gefunden und mich sofort in die Kombi verliebt. Und wie sich zeigte ist es ein richtiger Sommer-Kracher-Traum. Also jedenfalls in meinem Geschmacksuniversum.


Ich weiß, die klassischen Dirndl sind eher gedeckt und weniger knallig. Und ich möche mir auch noch mal ein klassisches Dirndl nähen. So in anthrazit oder sehr dunklem blau und dazu eine farbige Schürze. Vielleicht 2018.


Aber jetzt habe ich erstmal ein richtig sommerliches Dirndl, das genug "klassische Details" aufweist um nicht als Touri-Dirndl durchzugehen und dennoch meinem Hang zu Farbe treu bleibt. Frau muss sich ja auch wohl fühlen.


Jetzt lasse ich noch die restlichen Bilder sprechen und kann in Sachen Schnittbesprechung nur auf meinen ersten Dirndl Beitrag verweisen. Dort habe ich eigentlich alles zum Schnitt gesagt.
Ein paar Sachen sind hier allerdings anders als beim ersten Dirndl.


  • Die Bluse ist die im Schnitt enthaltene Kurzarmversion.
  • Der Rock ist nicht gestiftelt, sondern in Falten gelegt. 
  • Auch die Schürze ist nach eigenem Gusto gefaltet. Dieses Mal wollte ich sie ein bisschen schmaler als die erste Version. Passte in diesem Fall für mich besser.
  • Statt Schlaufen und Knöpfe habe ich hier klassische Haken zum Aufnähen gewählt.






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Paris - Je t'aime (Mittwochs mag ich)

Bis vor kurzem musste ich noch gestehen: "Ich war noch niemals in Paris". Aber ich habe ja das beste Konfirmandenkind der Welt ...


Bis vor kurzem musste ich noch gestehen: "Ich war noch niemals in Paris". Aber ich habe ja das beste Konfirmandenkind der Welt und das hat mich zu einem Städtetrip in Frankreichs Hauptstadt mitgenommen. Ist das zu fassen? Sie hat sich nämlich anlässlich ihrer Konfirmation eine Parisreise gewünscht, also Geld für selbige, und hat mich gebeten, mitzukommen.



So stiegen wir in den Pfingstferien in den TGV nach Paris und verbrachten dort vier Tage voller Kultur, Großstadtflair (und -lärm) und Auffrischung meines A1/2 Niveaus in Sachen französischer Sprache.




Ich weiß gar nicht, wo anfangen und wo aufhören. Es gibt so viele Fotos. So viele Eindrücke. So viel Erinnerungen. Wir haben natürlich das klassische Programm absolviert: Eiffelturm - Louvre - Seine - Arc de Triomphe - Notre Dame - Sacre Coeur




Was man halt so tut als unerfahrene Touristen. Wobei wir uns einig waren, dass wir nicht stundenlang anstehen werden, nur um irgendwas zu besichtigen. Dann lieber umschwenken auf andere Orte. Und deshalb waren wir auch nicht - leider, leider - auf den Türmen von Notre Dame. Dabei hätt ich die Wasserspeier gern gesehen. Aber mindestens eine Stunde anstehen in der prallen Sonne, das muss nicht sein. Auch "verpasst" aufgrund extremer Erschöpfung und Reizüberflutung habe ich Saint Chapelle. Das muss ich unbedingt nachholen!




Dafür waren aber die anderen Orte nicht überfüllt. Zum Beispiel Sacre Coeur. Dieses am Morgen zu besteigen ist sehr sinnvoll. Und dort ein mitgebrachtes Croissant, Baguette und Kaffee auf einer Parkbank zu frühstücken hat ungemein Stil. Die meisten Touristen kommen erst nach dem Frühstück herauf.






Auch das vorgebuchte Ticket fürs Louvre war sinnvoll. Wobei selbst an der normalen Kasse zu unserer Zeit nicht viel los war. Denn das Louvre hat Mittwochs bis 22 Uhr auf. Abends ist es zwar nicht leer, aber bei weitem nicht so überfüllt wie tagsüber. Dennoch, es ist einfach viel besser, gleich mit gezücktem Ticket hinein zu kommen, als erst noch Schlange zu stehen. Dank Onlinekauf ist das auch alles ganz entspannt.





Wer nur wegen der Mona Lisa kommt, sollte sich meiner Meinung nach selbst einen Gefallen tun und auch die anderen Kunstwerke betrachten. Denn von Mona bekommt man wenig mit. Zum einen ist sie wesentlich kleiner als man denkt, dann auch noch hinter Glas und umringt von unfassbar vielen Touristen. Da kann ein Bild gar nicht mehr wirken. Dafür aber ein Bild von Menschen, die Bilder von sich mit Mona machen.
Andere Bilder und Statuen wirken aber auch beeindruckend und es gibt so manches bekannte Kunstwerk zu sehen. Also: Zeit mitbringen und Mona vielleicht am Anfang kurz besuchen und dann das Museum erkunden.




Auf dem Eiffelturm waren wir nicht oben. Ich finde Paris von oben ohne Eiffelturm nicht so spannend, ausserdem habe ich latente Höhenangst und ich war mir nicht sicher, ob ich da oben nicht doch Probleme bekomme. Da meine Tochter auch keine Ambitionen zu einer Turmbesteigung hatte, haben wir das Treiben lieber von unten betrachtet und sind den Unmengen an Souvenierverkäufern aus dem Weg gegangen. Man kann sich vor Blecheiffeltürmen, elektischen Plüschhunden, teurem Wasser oder Rosen fast nicht retten. Trotzdem: Zum Eiffelturm muss man gehen. Oder ihn umfahren per hop on-hopp off-Bus. Oder entlangschippern mit dem Bateaux Bus. Wir haben alles davon gemacht. :)



Einen wirklich schönen Blick hat man übrigens vom Arc de Triomphe aus. Besonders zur blauen Stunde/Sonnenuntergang. Kostet kaum was und ist wirklich ein schöner Ort, um über die Stadt mit der Champs Elysées und dem Eiffelturm zu blicken.

Überhaupt: Kinder, Jugendliche und EU Bürger bis 25 Jahre haben an vielen Orten freien Eintritt. Das macht den Besuch doch gleich erschwinglicher. 




Ansonsten haben wir es uns vor allem gut gehen lassen. Chillen im Parc du Luxembourg, Touribus fahren nach Lust und Laune, Spaziergänge durch das Quartier Latin, Montmartre und St Germain und einfach nur die Stadt erleben.




Mit all ihren Sonderbarkeiten. Wie das andauernde Hupen der Autofahrer zum Beispiel. Im allgemeinen der Verkehr. Unfassbar und für uns etwas, was man nur staunend und kopfschütelnd zur Kenntnis nimmt. Aber wenn es funktioniert ...
Oder sich nicht einfach selbst einen Platz zu suchen im Restaurant. Diesen Reflex muss man einfach unterbinden und sich einen Platz zuweisen lassen.
Auch die Menschenmassen, verrückt. Ich frage mich, wie Pariser das sehen. Da denkt man, in München seien viele Touristen, aber das ist ja nix im Vergleich zu Paris.
Auch einfach anders und befremdlich sind die ganzen bewaffneten Polizisten. Und Sicherheitskontrollen überall. Verständlich und doch irgendwie beklemmend. Wobei das sicher eine Frage der Wahrnehmung ist. Die Amerikaner in der Schlange vor uns am Notre Dame fühlten sich nach eigener Aussage dadurch "very safe". 


Es waren unvergesslich schöne Tage, von denen vor allem meine Tochter lange zehren wird. Und ich bin froh, dabei gewesen zu sein. Und wir werden wieder hinfahren. Ganz bestimmt. Denn ich habe ein paar Dinge einfach nicht sehen können.

Geschlafen haben wir übrigens dank eines lieben Tips im Hotel Batignolles, ein gut erreichbares Hotel ohne besonderen Chichi aber dafür wirklich hübsch eingerichtet und nicht mitten im Trubel. Gefrühstückt wird natürlich unterwegs. Überall kann man sich ein kleines Frühstück kaufen, dagegen ist ein Hotelfrühstück einfach überteuert.

Ich lasse euch meine Eindrücke jetzt mal hier und auch bei Mittwochs mag ich. Follein Pfau ist nämlich - hoffentlich erholt - aus der Kur zurück!