Gartenschau und Blumenpracht

  Ich mag Blumen. Es ist wohl eher eine Blumenliebe. Ich mag große und kleine Blumen. Rote, pinke, zarte und wuchtige. Blaue Bl...

 
Ich mag Blumen.
Es ist wohl eher eine Blumenliebe.
Ich mag große und kleine Blumen.
Rote, pinke, zarte und wuchtige.
Blaue Blumen faszinieren mich, wirken irgendwie komisch im Beet.
Gut, gelbe Blumen mag ich nicht so. 
Aber sonst? 
Ich liebe die kleinen Frühlingsboten,
die frühen Sommerblumen,
wenn die Farben explodieren
und die schweren Blumen im Herbst.


Als ich durch Zufall gesehen habe, dass bei uns ums Eck eine Gartenschau stattfindet, musste ich einfach dort hin. Also die Familie eingepackt und auf nach Pfaffenhofen. Wie der Ort ist auch die Gartenschau klein und überschaubar. 


  Aber wirklich hübsch anzusehen. Überall blüht und wächst es. Es gibt so viel zu entdecken und auszuprobieren. Gartenliebhaber finden viele Inspirationen (Ich selbst gehöre ja mehr zur "Günstig und Pflegeleicht" Fraktion) und überall gibt es Plätze zum Verweilen. 


Ich habe den Ausflug auch gleich genutzt, um ein bisschen was zu fotografieren für mein Juni Fotothema "manuell fokussieren" (verlinkbar ab dem 26.6.). Da bietet sich das Makro gradezu an. Von meinen Erfolgen und Misserfolgen zeige ich euch natürlich jetzt nicht alles. Aber ein paar Blumenbilder lasse ich euch hier. 


Wenn ihr in der Nähe seid und ein bisschen Zeit übrig habt, dann besucht doch die Gartenschau in Pfaffenhofen. Man kann mit dem Bus kostenlos hinfahren, auf dem Gelände gibt es genügend Unterhaltung auch für Kinder und das Flair ist einfach schön.


Zu sehen gibt es von Blütenpracht und Gartengestaltung bis Schmetterlingshaus so einiges. Und wenn ihr an einem Samstag im Sommer kommt, könnt ihr auch noch den "Sommer in der Stadt" genießen, das Sommerprogramm der Stadt Pfaffenhofen.


Wir waren nicht an einem Samstag da. Trotzdem hatten alle riesen Spaß. Im Bürgerpark gibt es einen Hopfenturm und einen Spielplatz. Außerdem viel Wiese zum toben und rennen. Dazu z.B. ein kleiner Barfußpfad, Kräutersalz zum selber machen und Tastkästen auf dem Gartenschaugelände. 


 Wer dann mag, kann noch eine Runde mit dem Stadt Express fahren. Das Wort "Express" ist nicht ernst zu nehmen, aber es ist eine gaudi für die Kinder mit der Elekrolok in die Innenstadt zu fahren. Ein bisschen was zur Stadt erfährt man dabei auch gleich.


Und selbst wenn kein Sommerprogramm in der Stadt ist, so ist auf dem Hofplatz genug zum Spielen. Wasserspiele, Spielplatz, kleiner Sandstrand ... Liegestühle und Essen & Trinken für die Erwachsenen. Super für einen Schwenker kurz vor der Heimreise. 


Hier gibt es alle Infos zur Gartenschau und zum Sommer in der Stadt. Ich wünsche euch einen blumigen, sommerlichen Mittwoch. Genießt das Leben und die Sonne!





Endlich wieder bloggen - Zum Auftakt gibt's erstmal eine Tasche

Hui, die Ferien und mein persönliches Überarbeitungskonto machen sich auch hier im Blog bemerkbar. Zu wenig Zeit, zu viel zu tun. Da war ...


Hui, die Ferien und mein persönliches Überarbeitungskonto machen sich auch hier im Blog bemerkbar. Zu wenig Zeit, zu viel zu tun. Da war es einfach nötig, in den Ferien vom Gas zu gehen und gar nicht mehr zu müssen und sollen. Daher auch hier Ebbe in Sachen Beiträge.

Dabei stapeln sich diesmal sogar Projekte und Beitragsideen. Sonst blogge ich ja mehr so in den Tag hinein, aber diesmal scheint mir, als habe ich bis zu den Sommerferien genug Stoff zum verbloggen. Ein komisches Gefühl. Aber auch ein schönes.

Deswegen mache ich heute mal den Anfang mit einer Tasche. Taschen nähen, das liebe ich ja. Das ist wie Yoga. Ich weiß nicht wieso, beim Kleidung nähen ist das nie so. Aber Taschen ... Entspannung pur. Deshalb - und weil ich inzwischen durch meine Adventsaktion für Ärzte ohne Grenzen kaum noch Taschen besitze - habe ich mir eine neue Tasche genäht. Eine Tasche für meine Nikon.


Denn wer eine gute Kamera besitzt, möchte sie auch gut verpackt wissen. Und wer zu allem Überfluss auch noch näht, der weiß, dass sich auf dem Markt wenig hübsche Taschen finden. Jedenfalls geht es mir so. Irgendwas gefällt mir immer nicht.


Also habe ich mich auf die Suche begeben nach einem mich ansprechendem Schnitt und bin bei der Ansel Kameratasche von Sara Lawson aka Sew Sweetness gelandet. Bisher das Modell, das mir am ehesten zusprach. Besonders die drei Größen haben mich überzeugt, so konnte ich mir das Modell nähen, dass meinen Ansprüchen genügt. Wobei ich da rückblickend etwas zu sagen muss: Ich habe zunächst das kleinste Modell genäht und dachte, es wäre super für "nur Kamera einpacken und los". Die zweite Größe hatte ich im Hinterkopf für Kamera + extra Objektiv. Mehr so für verstauen und wenn mal alles mit muss. Nach dem Fertigstellen musste ich aber erkennen, die kleinste Größe ist zu groß. Also zu groß für die Kamera allein. Jedenfalls, wenn man kein Tele aufgeschraubt hat. Deshalb habe ich getrickst um sie für meine Ansprüche zu optimieren. Das zeige ich euch weiter unten.


Hier also die geballte Ladung pink mit zwei sogenannten Streichelstoffen, die zusammen meiner Meinung nach sehr gut harmonieren. Eigentlich wollte ich dazu schicke Metallschnallen verwenden, aber die waren, genau wie die Stoffe, eigentlich für das 2. Modell gewählt und so hätte ich eine Schnalle über gehabt (in der kleinsten Größe braucht es nur eine Schnalle). Daher habe ich darauf verzichtet und zur einfachen Plastikschnalle gegriffen. Ist auch ok. Vielleicht nähe ich mir Modell 2 doch noch mal, für das ganze Equipment zur Aufbewahrung oder ggf Transport. Aber wer soll das schleppen? Das Zeug wiegt so unglaublich viel.


Wie schon geschrieben, war mir die Tasche tatsächlich zu groß. Wenn meine Kamera drinnen lag, hatte sie sehr viel Spielraum und das wollte ich eigentlich vermeiden. Was tun?
Bei den größeren Taschen sind Trennwände eingeplant, die man dank Klett ein- und ausbauen kann. Das, so dachte ich, kann man doch auch für meine kleine Tasche machen. Nun war sie aber schon fertig zusammengenäht. Hm hm.


Da die Innen- und Außentasche der Ansel aber erst im letzten Schritt mittels Schrägband am oberen Rand zusammengenäht wird, ist ein Auftrennen gar nicht so problematisch. Und da ich auch mit der Öffnung nicht zufrieden war, stand Schrägband auftrennen und die Tasche auseinandernehmen eh auf der Tagesordnung.


So habe ich also eine Trennwand zugeschnitten. Nach den Maßen der größeren Taschen, denn die Tiefe und Höhe bleibt bei allen drei Größen gleich. Diese Trennwand habe ich per Klettband auf 1/3 der Tasche angebracht. So ist sie zwar nicht variierbar auf der Breite, aber ich brauche eh nur dort eine Trennwand oder keine.  Jetzt kann ich meine Kamera mitnehmen + ein extra Objektiv oder aber Kamera + Geldbeutel, Handy und alltägliches Zeug - perfekt für Unterwegs mit Kamera.


Warum war ich aber, wie oben erwähnt, mit der Öffnung nicht zufrieden? Oben wird die Tasche "nur" mit einer Klappe verschlossen. Beim Tragen klaffen die Seiten aber immer ein bisschen auf und auch so finde ich es einfach nicht toll, wenn quasi nur ein Deckel über der Kamera ist. Da kann ja alles reinfliegen und reinlangen was/wer will.


Deswegen hatte ich also vor, die Tasche nochmal auseinander zu nehmen. Denn ich hatte mir eine Verschlusslösung überlegt. Angeregt durch die Pack's ein! von Farbenmix plante ich einen Tunnel zum Verschließen.


Das ist einfach und doch genial. Man misst den Umfang (innen!) der Tasche aus, nimmt das Maß + 2cm (Nahtzugabe) und schneidet 2 Streifen zu. Die Höhe ist abhängig von der Größe der Tasche. Ich habe bei meiner die Breite der Taschenöffnung gemessen und halbiert.


Zusätzlich schneidet man noch einen Streifen in der gleichen Länge aber in einer Breite von 4-5 cm zu. Das wird der Kordeltunnel. Diesen an den schmalen Enden 1 cm umchlagen und umnähen, dann links auf links der Länge nach falten und bügeln. Die zwei breiten Streifen je an den schmalen Seiten zusammennähen. Dann den Kordeltunnel rechts auf rechts zwischen beide Streifen legen.



Heißt: Breite Streifen rechts auf rechts, Kordeltunnel dazwischen. Einmal ringsum zusammennähen, wenden, bügeln, ggf absteppen.
Den fertigen Verschusstunnel habe ich dann einfach in letzten Schritt, bevor das Schrägband an die Reihe kommt, schmalkantig an die Tasche genäht und zwar einfach in die Innentasche. Offene Kanten schauen alle nach oben. Durch das Schrägband wird Außen- und Innentasche miteinander verbunden und der Tunnelverschluss gleich mit. Jetzt nur noch Kordel einfädeln und Stopper dran - fertig.


Jetzt in dieser modifizierten Variante bin ich super zufrieden. Ob ich jetzt noch eine weitere Nähe weiß ich nicht. Jedenfalls nicht vorm Sommer :)


Fotografiert habe ich die Tasche übrigens im Hofgarten des Daschauer Schlosses. Von dort kann man nicht nur herrlich bis nach München blicken (und manchmal die Berge sehen), sondern auch in Blumenpracht schwelgen und an der Amper spazierengehen - inklusive super tollem Spielplatz für die Kinder.


Ich verlinke mich jetzt noch rasch und versuche wacker die letzten Schulwochen über die Bühne zu bringen. Noch sechs Wochen bis Abflug!

Verlinkt zum Creadienstag und Taschen&Täschchen  








Manuell fokussieren - Linkparty: Mit der Kamera durchs Jahr

Jetzt ist es aber spät geworden. In doppelter Hinsicht. Diesmal mit fast vier Tagen Verspätung startet mein monatlicher Aufruf zur...





Jetzt ist es aber spät geworden. In doppelter Hinsicht. Diesmal mit fast vier Tagen Verspätung startet mein monatlicher Aufruf zur Linkparty #mitderkameradurchsjahr tief in der Nacht.
Deswegen jetzt aber schnell!


 

Diesen Monat ist das manuelle fokussieren mein Thema. Ich weiß nicht, wie es bei Kompaktkameras ist, also ob man da auf manuellen Fokus stellen kann. Aber bei Spiegelreflex geht es auf jeden Fall. Manchmal ist es sogar die einzige Möglichkeit um Fotos zu machen. Wie das?

Vor einem Jahr bekam ich die Chance, Besitzerin eines guten, gebrauchten Nikkor 85mm 1,8D Objektivs zu werden. Ich musste dann aber beim Begutachten feststellen, dass dieses Objektiv nicht kompatibel ist mit meinem Autofokus. Heißt: Tolles Objektiv, aber bei mir nur im manuellen Fokus zu nutzen. Hmpf.

Ich habe es mir trotzdem gekauft, voller Zuversicht und Willen, dann eben ins kalte Wasser zu springen. Das Pferdebild ist eines der ersten bewusst geschossenen Bilder im manuellen Fokus. Also nicht falsch verstehen! Es ist eines der ersten, nicht das erste. Und neben diesem gab es drei mal so viele unscharfe  Fotos! Doch nicht so einfach ...
Jedenfalls nicht für mich. Brille und -8 Dioptrin machen das Ausloten der Schärfe echt nicht einfach. Sich bewegende "Dinge" aka Menschen und Tiere sind echt schwierig für mich. Ich brauche noch zu lange um zu fokussieren und alles einzustellen. Vor allem Kinder bekomme ich seltenst überhaupt scharf im manuellen Fokus. 

 

Dabei macht es sehr viel Spaß, all die Automatiken der Kamera aus zu stellen. Ich knipse nur noch äußerst selten im Auto Bereich. Warum also nicht auch mal den Fokus nach eigenem Vermögen einstellen?
Auch und grad in der Makrofotografie ist der automatische Fokus oft problematisch, denn er stellt gern an der falschen Stelle scharf. Hier hilft auch nur: Schalter umlegen und händisch einstellen. Zum Glück gibt's ja das Hilfslicht, da weiß ich wenigstens zu 90%, dass es was wird.


Es ist aber so, wie mit vielen Dingen: Man wird schnell faul. Und so stelle ich den Fokus gern auf Automatik, er wird's schon richtig machen. Und weil das so ist, möchte ich diesen Monat bewusst auf die Automatik verzichten und das Auge schulen. Denn ich glaube weiter fest daran, dass man das üben kann.
Ich bin kommende Woche in Paris unterwegs, da sollte es genügend Motive geben *freu* Und zur Sicherheit kann ich ja zwischendrin doch noch mal mit dem AF Modus fotografieren, damit nicht alles unscharf ist *gacker*

Jetzt ihr: Was ist? Macht ihr mit? Traut ihr euch? Mehr als unscharfe Bilder kann es nicht geben und da wir das ja nicht mehr erst nach Entwicklung des Films sehen, sondern gleich, ist das alles ganz schmerzfrei. 

Wenn ihr also im Juni mal bewusst den AF ausschalten wollt, dann verlinkt eure Erfolge (und Misserfolge) vom 26. - 30.6. hier bei mir auf dem Blog. Ich verspreche, den Verlinkungsbeitrag stelle ich rechtzeitig online. :)
Ich bin gespannt, was ihr zu berichten habt.

Herzlich,

Janine