Es rumort schon eine Weile in mir, manchen Abend habe ich schon wütend und schreiend in der Küche verbracht und meinem Mann meine Verzwe...

Blogger für Flüchtlinge

21:34:00 Janine 1 Comments

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Es rumort schon eine Weile in mir, manchen Abend habe ich schon wütend und schreiend in der Küche verbracht und meinem Mann meine Verzweiflung ins Herz gebrüllt.
Und wer mein Facebookprofil kennt, der weiß eh, dass ich mich mit dem Thema Asyl, Willkommenskultur und Hetze gegen Flüchtlinge beschäftige und Position beziehe.

Nur gebloggt habe ich bisher darüber noch nicht. Ich habe ja kein politisches oder gesellschaftlich relevantes Blog. Die Zuspitzung der letzten Tage lassen mich aber erkennen, dass sich niemand, nirgendwo dem Thema entziehen kann.
Egal, ob wir sonst über Nähen plaudern, über Kinder oder Familie, über Hobbies und Basteleien, über DIY oder Upcycling - die Tragig der verlorengegangenen Nächstenliebe und das Erstarken einer menschenverachtenden, rechtsgerichteten Gruppe inmitten unserer Gesellschaft MUSS uns alle dazu bringen, immer und überall Position zu beziehen.

In diesem Post möchte ich mich gar nicht auslassen über all das, was mich total schockiert, sprachlos, traurig und wütend macht.
Diese Energie lasse ich heute mal in eine andere Richtung fließen: In einen Aufruf an uns alle, die wir in der virtuellen Realität unterwegs sind als BloggerInnen, NutzerInnen von Facebook, Twitter etc.

Seit kurzem existiert nämlich das Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge
Es ruft dazu auf, als BloggerIn Position zu beziehen, zu Spenden aufzurufen und selbst zu spenden.

Auf Blogger für Flüchtlinge findet ihr Aktuelles rund ums Thema Hilfe und Engagement, ihr könnt an verschiedene Einrichtungen zur Flüchtlingshilfe spenden und euch den Bloggern anschließen.
Jeder kann was tun.

Und weil ich aus dem Münchner Raum komme, hier ein paar konkrete Anlaufstellen für dieses Gebiet:
Bei jeder/m von euch vor der eigenen Haustür gibt es Anlaufstellen um Sach-/ und Geldspenden oder Mithilfe anzubieten.
Vielleicht kann der ehrenamtliche Helferkreis Asyl in eurem Ort Unterstützung gebrauchen. Dort arbeiten viele Ehrenamtliche mit viel Einsatz und Herz für ein gutes Miteinander, helfen bei Sprachproblemen, Arztbesuchen, Organisieren Aktionen für Kinder und Heranwachsende (und natöürlich Erwachsene), erklären den Neuankömmlingen, wie sie sich zurecht finden können im Ort und bauen Distanz ab zwischen Einwohnern und Flüchtlingen.
Oder ihr fragt beim Münchner Flüchtlingsrat an, wer und was gebraucht wird. Von Sachspenden über Sprachpatenschaften oder Wohnungssuche wird dort einiges gesucht.
Auch bei Pro Asyl ist man mit Spenden und Mitarbeit sicher gern gesehen.

Es reicht aber auch für den Anfang, oder wenn eure Möglichkeiten nicht mehr her geben (und das hat oft ja Gründe), selbst Position zu beziehen, Gesicht zu zeigen.
Schweigt nicht. Stellt euch vor die, die Hilfe brauchen. Oftmals haben sie nur euch.
Redet gegen Hetze, klärt auf über Fehlinformationen und zerstreut Ängste!

Lasst uns allen zeigen, dass Menschenwürde, ein Recht auf Schutz und eine menschliche Behandlung etwas ist, was allen zusteht und dass wir den Hetzern und Treibern, die auf den Wellen von Wut, Angst und Feigheit daherkommen nicht den Raum überlassen!

Für ein menschliches Miteinander mit Herz, Verstand und Mut!

1 Kommentar :

  1. Sehr schöner Beitrag! Ja, Mut ist etwas, was uns Menschen sehr häufig fehlt. Man braucht nicht nur Mut um Stellung zu Beziehen. Fremdes und Neues macht Menschen große Angst, vor allem, wenn Fremd und Neu zu einem kommt, denn eigentlich sind Menschen immer sooooo begeistert, wenn sie im Urlaub "woanders" sind, von allem, was neu und fremd ist und Spaß macht... nur: "bloß da bleiben"... ich hoffe man versteht richtig die Ironie in meinen Worten.....
    Ich denke aber auch, wenn man sich entscheidet, nicht nur die eigene Position klar zu deuten, sondern auch anderen aufzuklären.... dann soll man sich selbst über vieles informieren. Dann hat man viel besseres Info- und Überzeugungspotential!
    Liebe Grüße,
    Betty

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