Wenn man mich fragt, was mein absoluter Lieblingsschnitt in Sachen T-Shirts ist, kann ich ganz klar sagen: Fanö von Farbenmix . Mir pas...

DIY - Fanö mit Rüschen

07:58:00 Janine 3 Comments


Wenn man mich fragt, was mein absoluter Lieblingsschnitt in Sachen T-Shirts ist, kann ich ganz klar sagen: Fanö von Farbenmix. Mir passt der Schnitt einfach perfekt, der Ausschnitt ist genau meins und dank der Ärmelchen ist das Shirt verspielt und dennoch schlicht und damit ein abolutes Basic Teil für Rock, Hose, Sport oder oder.

Und weil ich dauernd Fanös nähe, wenn ich Shirts brauche, habe ich irgendwann angefangen, den Schnitt ein bisschen zu "pimpen". Zum Beispiel >>hier<< vorne überkreuzt und mit Kapuze. Und die Tage hatte ich eine neue Idee, an dem Schnitt herum zu basteln.
Warum nicht eine nach vorn gezogene Naht statt Schulternaht? Gedacht, getestet. Und nach dem ersten Prototyp gleich die nächste Idee: Ich könnte doch, statt einer einfachen Naht noch ein paar Rüschen dran machen. 

Wir ich das gemacht habe (Schulternaht versetzt, Rüschen dran), zeige ich euch hier. In gewohnt unprofessioneller Ablichtung und mit spärlicher Erklärung. Eine Karriere in Sachen Schnittdesign und -erklärung werde ich sicher nicht mehr machen in diesem Leben *hust*
Vielleicht könnt ihr mir dennoch folgen.



1. Man nehme den Fanö Schnitt. Ich nähe fast immer das Vorderteil als Ganzes, es geht natürlich auch locker Zweigeteilt. Auf dem Bild seht ihr am Vorderteil oben eine Linie. Dies ist die Naht, die ich nach vorne ziehen will.
Äh, also nochmal: Schulternaht oben links, darunter eine parallel laufende Linie = die Stelle, an der die Naht hinterher sitzen soll.
Wichtig ist, dass sie parallel zur Schulternaht verläuft. Ich habe mir ein fertiges Fanö angezogen und mit einem Maßband einfach ab der Schulternaht gemessen, auf welcher Höhe ich die neue Naht haben möchte.
 

2. Vorderteil auf den Bruch legen wie gehabt. Dann aber das obere Teil zwischen neuer Naht und oberer ursprünglicher Schulternaht wegklappen. Das geht am besten, wenn ihr erst Ausschnitt und Armloch schneidet bis kurz über die neue Linie und dann die überschüssige Folie/Papier wegklappt.
 

3. Nun muss natürlich das, was ihr vorne weggelassen habt, hinten dran. sonst ist da eine Lücke. Logo, gell? Also legt ihr euer Rückenteil an den Bruch und das Vorderteil Schulternaht an Schulternaht oben an. Achtung, dass es auch richtig rum liegt! Schneidet nun euer Rückenteil wie gehabt aus, nur oben eben verlängert bis zur neuen Naht. Dies könnt ihr wieder so machen, wie beim Vorderteil.

Natürlich könnt ihr auch das Schnittmuster in der neuen Variante anfertigen. Dann müsst ihr nichts anlegen und umklappen. Ich mag es aber lieber so, weil ich dann nicht so viele Varianten rumfliegen hab.

Wenn ihr das Obige verstanden habt (*hust*) sollte es am Ende fertig genäht so aussehen. Hier allerdings habe ich noch eine Spitze unter die Naht genäht. Auch ganz neckisch. Das war meine erste Version.

Kommen wir nun zur Rüsche.
Weil mir nämlich die erste Version zwar "ganz gut" gefallen hat, aber auch nicht so der Burner war, hatte ich einen neuen Einfall. In die Naht eine Rüsche einnähen.

Dazu braucht ihr das Fanö mit nach vorn gezogener Schulternaht und ein bisschen Jersey. Wenn der nicht franst, braucht ihr ihn nicht mal versäubern. Jeah! Arme Hoch!!

Für jede Schulter braucht man einen Streifen, macht ihn einfach richtig viel länger als die Breite der Schulternaht. Sicher ist sicher. (Jaaaa, ich hab nicht gemessen *duck*) Diesen bügelt ihr jetzt in Falten, in der Breite, wie ihr es mögt. Ich hab irgendwas um die 1,5 cm genommen. 
Ach so, die Höhe des Streifens wäre noch interessant, gell? Ich habe 3cm Breite gewählt.

Am besten bügelt ihr das zweite Rüschenband auch gleich gegengleich, damit die Rüschen links und rechts in die gleiche Richtung gucken. Oder ihr dreht einen Steifen einfach um. Das hängt halt davon ab, ob es unifarben oder gemustert ist (nicht, dass das Muster dann Kopf steht).
Nun die Falten gut auf dem Vorderteil fixieren und dann den Rücken rechts auf rechts drauflegen. Nähen und dann bügeln.

Was auch wichtig ist: setzt die Falten so, dass am Armausschnitt und Halsausschnitt keine Rüsche direkt beginnt. Denn da geht ja noch die NZ ab bzw wird der Ausschnitt versäubert.
Zum Schluss steppt ihr die Kante über den Rüschen einmal schmal ab, damit sie auch da liegen, wo sie liegen sollen.






Fertig!
Uff. Noch wer da? Alles verstanden? Ich hoffe sehr. Wenn nicht, fragt mich ruhig. Ich bin echt nicht so talentiert, DIYs in schick und detailliert zu schreiben. 

Jetzt noch ein Tragebildchen von meinem Rüschen-Fanö und gut ist für heute. War auch lang genug der Beitrag. :D


Nach drölfzig mauen Fotos hatte ich quasi nur noch Langeweile. Und weil ich das Bild so lustig find, ist dies jetzt mein Endfoto. Is halt manchmal echt nicht einfach mit dem guten Foto.
Steht aber ja auch nirgends, dass man immer adrett lieblich in die Linse gucken soll. Oder doch?

Jetzt aber husch, verlinken beim Creadienstag, Dienstagsdinge und Handmade onTuesday.



Kommentare :

  1. Ist ja genial, ich sitze hier und schmeiß mich weg, du solltest Ebooks schreiben, die würde ich allein aus humoristischer Sicht kaufen. Sehr witztig geschrieben, habe jetzt fast nicht auf den Inhalt geachtet. Ne, toll merke ich mir wenn ich es mal verspielt will. Das letzte Bild, absolut passend zum witzigen Text. Danke dir.
    Lieben Gruß,
    Petra

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  2. Das ist wirklich eine tolle Idee!
    Liebe Grüße,
    Kathrin

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  3. Fanö ist auch auch einer meiner Lieblingsschnitte. Deine Varianten sind einfach toll. Gefällt mir supergut.
    Lieber Gruß Jenny

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