Wir trudeln momentan irgendwie von Tag zu Tag. Manchmal haben wir Termine, manchmal einfach nur ein paar To Dos. Manche Tage sind völlig f...

Ein ganzer Tag voll Sommer - SiebenSachenSonntag

23:32:00 Janine 0 Comments


Wir trudeln momentan irgendwie von Tag zu Tag. Manchmal haben wir Termine, manchmal einfach nur ein paar To Dos. Manche Tage sind völlig frei und manche vollgestopft mit schönen Dingen. So sind sie, die ersten Wochen der Ferien.


Während die Kinder noch nach einem gewissen Ferienmodus suchen und sich momentan vor allem im Ausschlafen üben, muss mein Mann noch eine weitere Woche arbeiten und ich irgendwie zwischendrin meine Hausarbeit vorbreiten. Also Hausarbeit im Sinne von Studium. Das bedeutet: lesen lesen lesen.

Da tut es gut, manchmal inne zu halten und einfach mal einen Tag besonders wert zu schätzen. Und genau das habe ich heute getan. Und deshalb habe ich meinen Tag mit der Handykamera begleitet und ein paar Etappen für den Sieben Sachen Sonntag festgehalten.

Der Sieben Sachen Sonntag ist eine gute Sache, um einmal selbst wahrzunehmen, was man so den Tag über tut. Denn es geht um sieben Sachen, die man heute in der Hand hatte beziehungsweise die man mit der Hand getan hat, sei es kurz oder lang. Ein kleiner Stopp-Punkt in der rasenden Zeit.


Bei mir war heute Genuss-Tag. Ich glaub, dass kann man so sagen.
Zuerst gab es in aller Ruhe Frühstück. Während die Kinder zwar wach, aber noch nicht alle aktiv waren, begannen mein Mann und ich schon einmal mit Kaffee und Brötchen. Unsere älteste Tochter leistete uns Gesellschaft und wir redeten über alte Filme, Filme die man nicht noch einmal gucken sollte, Filme die so schlecht sind, dass sie wieder gut sind und kramten in unsere Erinnerung (und später in Wikipedia) nach Handlungssträngen.


Dann gingen die große Tochter, die ja jetzt Konfirmandenkind ist, und mein Mann zusammen zum Gottesdienst und ich besetzte ersteinmal lange das Bad. Wer mich kennt, der weiß, ich habe für ausgiebige Pflege und solchen Schnickschnack nicht viel übrig. Vor allem keine Zeit. Das ist einfach nicht meins. Ich mag auch Frisuren, die ohne extra Zeug liegen und um die ich mich bitte nicht kümmern muss. Grad, dass ich es in 90% aller Fälle zum Fönen schaffe. 
Aber ab und zu bin ich länger im Bad und mache alles in Ruhe und suche mir Kleidung aus, die ich im Alltag mit Bring- und Abholzeiten und Co einfach unpraktisch finde und zelebriere das wach werden und für den Tag fertig machen. So wie heute.


Daher habe ich heute mein bodenlanges Sommerkleid gewählt. Es ist für Waldkindergarten-Radfahr-Bringzeiten absolut ungeeignet, aber heute ist Sonntag und da darf es sommerlich leicht und schick sein.
Nach dem Fertig machen ging es dann auf unsere neuen Gartenstühle, eine Runde lesen. Und ich oute mich hiermit als Liebhaberin der Lustigen Taschenbücher. Besonders zu Hochzeiten des Studienalltags sind das kleine Fluchten in denen ich total abschalten kann.


Zwischendrin und den ganzen Tag über habe ich dann noch vor mich hingestrickt. Ich stricke derzeit eigentlich eine Jacke. Allerdings ist das A) ein echt großes Projekt (zwei Ärmel stricken! und dann auch noch so lange!) und B) fehlen mir tatsächlich fürs Ärmelbündchen die passenden Nadeln. Die kommen kommende Woche per Post. Aber so lang mag ich nicht nichts tun. Also habe ich mir heute das nächste Projekt geschnappt - ein Tuch. Eigentlich nur mit dem Gedanken, dass ich ja schonmal testen kann, wie das so geht. Na und nun bin ich schon gut dabei, weil es sich so entspannt stricken lässt. Die Anleitung verständlich, das Strickmuster einfach (glatt rechts und Perlmuster) und die Wolle ein Traum.


Und dann gab es heute eigentlich nur noch Highlights. Zuerst kam meine Mutter zu Besuch und lud uns alle zu Eis ein. Davon gibt es zwar kein Bild, aber ihr könnt euch vorstellen, dass das lecker war. Und dann kredenzte meine große Tochter uns noch ihren Kuchen. Sie hat ihrem Bruder, der vor einer Woche 10 Jahre alt wurde, zum Geburtstag einen Kuchen geschenkt. Nun konnte sie ihn bis gestern nicht backen, und holte dies nun nach. Sie wollte ihm ausserdem nicht nur einen Kuchen backen, sondern eine Ninjago Deko dazu herstellen. Das mit dem Fondant ist gar nicht so leicht und sie hat viel geknetet und modelliert. Und ausser "Wo steht der Becher?" oder "Meinst du der Kuchen ist schon durch?" wurde ich überhaupt nicht gebraucht.
Und auch wenn sie nicht 100% zufrieden war mit dem Ergebnis, der Kuchen war sehr sehr lecker und für einer erste Fondant-Deko-Erfahrung hat sie das schon gut gemacht. 


Nach Kuchen und Eis und der Verabschiedung meiner Mutter, schmissen wir unsere Feuerschale an und verbrachten den Abend bei Stockbrot und Pfannkuchen nach finnischer Art. Dazu hatten wir uns noch einen syrischen Gast geladen, der beides nicht kannte und zumindest das Stockbrot mit großer Begeisterung ins Feuer hielt.


Pfannkuchen nach finnischer Art bedeutet übrigens vor allem, draussen am offenen Feuer auf einer Pfanne Pfannkuchen zu backen, statt drinnen am Herd. Wir kennen das so von Besuchen in Finnland bei der Familie und finden, das Pfannkuchen essen so eine viel schönere Atmosphäre zaubert als auf die übliche Art und Weise.
Man muss ja nicht immer Würstchen grillen.


Nach der ganzen Esserei und vielen guten Gesprächen, ein paar Bier und glücklichen Kindern, haben mein Mann und ich noch eine Weile an der Glut gesessen, geredet und den Tag ausklingen lassen. Diese kleinen Momente sind unsere Schätze. In diesen Minuten ist einfach alles friedlich.



Und so gehen wir heute auch in die Nacht. Friedlich und mit vollem Bauch und noch vollerem Herzen.

0 Kommentare :

Ihr Lieben! Ich freue mich über jeden Kommentar, den ihr hier hinterlasst. Habt vielen Dank für euren Besuch auf meiner Seite und für eure lieben Worte.