Ich möchte raus. - So richtig. Am liebsten wieder da hin, wo ich Mitte August war. Stattdessen hocke ich bis in die Nacht über meinen Büc...

Von Birkenstein hinauf zum Wendelstein

21:53:00 Janine 1 Comments

Ich möchte raus. - So richtig. Am liebsten wieder da hin, wo ich Mitte August war.
Stattdessen hocke ich bis in die Nacht über meinen Büchern, die Deadline im Nacken.
Daher für mich und für euch ein paar Bilder von diesem "raus". 

Ich hoffe auf einen super Herbst! Im Oktober habe ich wieder Zeit für sowas.


 Manchmal muss ich einfach raus. So richtig. In die Natur und ohne großen touristischen Schnickschnack. Wanderschuhe an und laufen.

Das geht leider nicht wirklich mit den Kindern, die lange Strecken entweder nicht laufen wollen oder können. "Leider" sage ich deshalb, weil es im Umkerhschluss bedeutet, dass solche Ausflüge für mich eine Seltenheit sind. Schließlich sind die Wochenenden eigentlich für die Familie da - und die kommt bei meinen Wanderungen (bisher) halt nicht mit.


Da ich nicht aus dem Bergland komme, sondern dem Harzer Vorland (höchster Berg: Der Brocken mit 1141m) habe ich das Wandern erst spät entdeckt und wage mich jedes Mal weiter hinauf. 
Bislang übrigens immer in Begleitung. In Ermangelung an wanderfreudigen Familienmitgliedern nehme ich halt Freunde mit. Denn geteilter Gipfelstolz ist doppelt schön.


So zog es mich also vor kurzem zum Wendelstein. Diesen hatte ich schon eine Weile als Ziel, denn ich war erst einmal oben - per Bahn - und das ist nun schon über zehn Jahre her!
Damals hochschwanger und mit der dazugehörigen Höhenangst, kam ich nicht sehr viel weiter als bis zur Aussicht an der Bergstation.
Es wurde also Zeit, dies zu ändern.

Diesmal aber zu Fuß, ohne Zahnrad- oder Seilbahn.


So richtig genial war das Wetter leider nicht. Aber rückblickend zumindest für den Aufstieg hervorragend. 

Fuhren wir noch bei Regenschauern nach Birkenstein und legten auch die ersten Höhenmeter bei Nieselregen zurück, waren wir spätestens nach 30 Minuten froh und dankbar, an einem bewölkten Tag aufzustegen. Der Regen endete und wir genossen den anfangs sehr steilen und unschattigen Weg ohne pralle Sonne.



Natürlich bringen Wolken es mit sich, dass die Sicht ebenfalls eingeschränkt ist. Das war auf der einen Seite natürlich Schade wegen der fehlenden Weitsicht. Andererseits aber boten die durchziehenden Wolken ein tolles Schauspiel. 


Mal war der Gipfel zu sehen, mal nicht. Mal standen wir mitten drin in den Wolken, dann wieder zog der Himmel auf und wir hatten gute (wenn auch nicht perfelte) Sicht. Zwischen den beiden Bildern hier vom Gipfel liegen nur Minuten.



 Die durchziehenden Wolken sorgten für ein eigenes, wie ich finde, tolles Schauspiel und spannende Bilder. Zudem mussten wir uns nicht all zu sehr um Sonnenbrand und Hitzschlag sorgen.

Einzig die Wege waren teilweise doch arg matschig. Denn die Tage vor unserer Wanderung hatte es immer wieder stark geregnet. Daher war trittsicheres, vorsichtiges Gehen wichtig.

 

 



Mir gefiel besonders das Wolkenspiel am Gipfel. Manchmal konnte man gar nichts mehr jenseits des Gipfels sehen, dann wieder zog alles auf und man konnte relativ weit schauen. Die immer wieder hängenbleibenen Wolken waren einfach schön anzuschauen.

Einzig den Rundweg um den Gipfel haben wir uns gespart, da die Häflte wirklich dauerhaft in Wolkensuppe lag und uns das dann doch ein bisschen zu risikobehaftet war.
Vielleicht wäre es gegangen, aber für uns (doch recht ungeübte) langte der Auf- und Abstieg vollkommen aus, um an unser Limit zu kommen.


Wer sich jetzt fragt, ob ein Aufstieg auf den Wendelstein, der ja doch arg touristisch besucht wird, ruhig ist, dem kann ich sagen: Ja, doch.
Zum einen sind wir den Weg über die Spitzingalmen gegangen. Da ist am wenigsten los. (In unserem Falle sogar GAR NICHTS)
Mal abgesehen davon, dass die meisten Touristen dann doch eher hinauf- und hinunter fahren.
Ausserdem war das Wetter durchwachsen und zumindest die erste Stunde konnte ma nicht sicher sein, dass das Wetter hält, was die Vorhersage versprochen hatte.
Und sogar beim abstieg kamen uns nur vereinzelte Wanderer entgegen. Es ist also ein recht ruhiger und einsamer Weg. Dadurch aber um so schöner und idyllischer.

Die Tour findet ihr übrigens >hier< und ich empfehle sie jedem, der soweit fit ist, dass er lange Strecken laufen kann. Ein bisschen Kondition schadet nicht. Es geht teilweise steil bergauf/-ab und man sollte trittsicher sein, falls es vorher oft geregnet hat.
Und natürlich: Zeit mitbringen. Dann kommt man nicht in Stress, schneller rauf oder runter zu müssen.




1 Kommentar :

  1. Was für herrliche Bilder, die Wolken der Wahnsinn. Tja, wir meine Eltern und meine Geschwister sind früher viel gewandert, mein Mann mag es auch nicht so. Ich mache als kleine Wanderungen mit meinem Sohn, der mag es auch immer weniger. Schön, das du wenigstens Gleichgesinnte gefunden hast.
    Lieben Gruß,
    Petra

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