Aaah diese Bildbearbeitung. Man kann so viel machen. Will man das aber auch alles? Und wenn nein, was genau will man denn damit? Reicht ...

Über das Für und Wider der Bildbearbeitung - Was brauch ich eigentlich?

11:16:00 Janine 2 Comments


Aaah diese Bildbearbeitung. Man kann so viel machen. Will man das aber auch alles? Und wenn nein, was genau will man denn damit? Reicht da nicht das, was man so als freie tools mitbekommt? Oder braucht es was professionelles? Und was soll und darf mich das kosten?

Darüber habe ich die letzte Zeit nachgedacht. Denn Hand aufs Herz: Heutzutage kaufen wir uns ständig Sachen, die eigentlich für Profis oder spezielle Gruppen gedacht sind. Einfach, weil es geht. Die Funktionsjacke für den Himalaya für den normalen Regen, den SUV für den Einkauf, das Superfahrrad mit unendlich vielen Gängen für die Tour zum Kindergarten, den Bareso Kaffeautomaten für die Tasse Kaffe zum Frühstück ... oder eben Bildbearbeitungsprogramme, die für Fotografen entwickelt wurden. Also für Profis.

Ich bin da ganz vorn mit dabei. Weil "oh wie cool, ach wie chick" oder so. Ich weiß es nicht, aber in mir springt oft der "brauch ich" Drang an, wenn ich sehe, was man alles machen/kaufen kann.
So, und da muss ich mich doch mal ernsthaft selber fragen, ob ich es auch BRAUCHE. Und so wie ich zumindest SUV und Vollautomat sicher nicht brauche, brauche ich auch Dinge wie Photoshop nicht. Jedenfalls nicht jetzt, nicht so, wie ich fotografiere.
Denn ich fotografiere nicht für Geld, ich will meine Bilder weder in die National Geographic noch anderweitig unterbringen und ich bin doch zufrieden mit den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Und sollte ich mal etwas oder jemanden aus einem Bild entfernt haben wollen: Ich kenne Menschen, die das können. Reicht doch auch, oder?

Zum Abschluss des Themas "Bildbearbeitung" zeige ich euch heut noch ein paar Spielereien. Weil es spannend war, zu sehen, was beim Regler schieben so alles passiert. Das oberste Bild, gleich am Anfang des Beitrags zeigt das (zugeschnittene und etwas verbesserte) "Original". Alles was jetzt folgt, ist Spielerei. Dazu unten mehr. 




Ich habe mir also das Bild geschnappt und ein bisschen an den Reglern in Lightroom gedreht. Vor allem habe ich ein bisschen mit den gespeicherten Vorgaben gespielt. Crossentwicklung oder Alt etc. Dann noch an den Farbreglern geschoben und den Radialfilter benutzt und schon passieren Dinge.

Und jetzt kommt mein Geständnis: Es ist lustig aber sinnlos. Also für mich. Weil ich meine Fotos gar nicht "verfälschen" will. Also nicht so. Nicht hin zu unecht und verkünstelt. Auch wenn ich die Ergebnisse ganz schön finde. Nur glaube ich nicht, dass ich es brauche. Weil ich eigentlich anderes mit meinen Bildern mache. Ich nutze sie für meine Blogbeiträge oder privat für die Familie. So lange ich also keinen weiteren Nutzen (zB Postkraten? Drucke?) dafür habe, macht all die Spielerei vielleicht gar nicht so sehr Sinn. Oder?

Und da sind wir wieder ganz oben angekommen. Ich habe eine super Kamera und ein super Bildbearbeitungsprogramm. Damit würder sicher viel mehr gehen, als ich damit mache. ABER ich brauche es nicht. Nun will ich meine Kamera niemals mehr hergeben, weil ich mit ihr wirklich tolle Fotos machen kann. Wunderbar. Und auch Lightroom finde ich super. Nur brauche ich nicht mehr. Weil es reicht. Weil es für meine derzeitigen Vorhaben ausreicht. 

Ich weiß aber, dass andere ganz andere Ambitionen haben in Sachen Fotografie. Auch die, die das nicht als Job machen. Einfach, weil sie darin aufgehen. Mein Bruder ist so einer. Aber das ist auch ok, denn sie machen ja wirklich was damit. Nutzen Photoshop, ziehen ihre Bilder groß auf Leinwand oder ähnlich. Deswegen glaube ich, muss jede/r für sich immer genau schauen, bin ich an dem Punkt, an dem das, was ich habe, nicht mehr ausreicht? Dann erweitere ich meine Möglichkeiten durch Anschaffungen. Oder ist das, was ich habe ausreichend für meine Pläne? Dann möchte ich zufrieden sein.
Gar nicht so einfach, weil es halt immer Besseres gibt. Jedenfalls geht es mir so. Ich übe mich also in Zufriedensein und bin froh, mich diesen Monat mit dem Thema endlich mal auseinander gesetzt zu haben. Wenn auch anders, als gedacht. *lach*
Aber es ist genau so gut.

Wie geht es euch damit? Ich es für euch auch so schwer, den Möglichkeiten zu widerstehen oder seid ihr da ganz geerdet? Ich bin gespannt auf eure Meinungen zum Thema. 

Verlinkt zu meiner Linkparty Mit der Kamera durchs Jahr/April

Herzlich
Janine



Kommentare :

  1. Lieb Janine,
    ich komme von der analogen Fotografie her. Ich weiß (noch), wie Blende, Zeit und Brennweite wirken, von daher gestalte ich mein (digitales) Bild im Kopf. Wenn ich auf den Auslöser drücke, habe ich in der Regel DAS bild welches ich möchte. UND somit muss ich es nicht am Rechner neu komponieren.
    Andererseits, macht es auch Spaß....
    Ich habe kein profesionelles Bearbeitungprogramm und ändere wenig an meine Fotos.

    Viel Spaß beim Fotografieren und manchmal auch beim Knipsen - ist auch schön

    LG P

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