Manchmal läuft doch einiges schief, geht dann aber zum Glück halbwegs gut aus. So wie bei meinem genialen Plan, Fotos für diesen Beitrag zu...

Mit der Kamera durchs Jahr - Wasser (Juli)

07:00:00 Janine 1 Comments

Manchmal läuft doch einiges schief, geht dann aber zum Glück halbwegs gut aus. So wie bei meinem genialen Plan, Fotos für diesen Beitrag zu machen. Großartig in der Theorie, in der Praxis dann mehr schlecht als recht. Denn ich hatte mir vorgestellt, euch zur letzten Linkparty vor der Sommerpause von #mitderKameradurchsJahr etwas total tolles zu zeigen. Passend zum Julithema Wasser machte nämlich unser Kindergarten einen Ausflug zum Eiskünstler und ich durfte mit.


Also Kameratasche gepackt, Akku gewechselt, Speicherkarte eingesteckt und ab die Fahrt. Es wäre alles so schön gewesen, wäre der 2. Akku aufgeladen. Das mache ich sonst immer sofort, wenn er leer ist, nur diesmal nicht. So hatte ich einen leeren Akku gegen einen anderen leeren getauscht und stand dann da, mit Kamera, ohne Saft und dachte für einen kurzen Moment: "Das wars. Kein cooler Beitrag."


Mein Glück im Unglück war dann, dass ich inzwischen eine ganz gute Handykamera besitze und so beschloss ich spontan, dieses Mal eben Handy- statt Spiegelreflexkamerafotos zu liefern. Man merkt es definitiv an der Qualität und ja, ich ärgere mich über mich selbst auch nach Tagen noch. Aber lieber Mittelklassefotos als gar keine Fotos.

Dieses Mal, zum Thema Wasser, also Handybilder von mir. Dafür mehr Text, denn die Fotos allein erzählen keine so gute Geschichte. Und ich möchte euch schon gern erzählen, was so ein Eiskünstler macht.


Dass wir dort zu Gast waren, liegt übrigens daran, dass unser Kindergarten den Wettbewerb des schönsten Schneemannes gewonnen hatte. Wir hatten heuer genug Schnee (im Wald hält er eh länger) und die Kinder haben eifrig gebaut und am Ende gewonnen! Deshalb zogen wir jetzt im Hochsommer los mit warmen Kamotten im Gepäck, um uns in Ismaning anzuschauen, was ein Eiskünstler eigentlich so macht.


Die Firma Tremml hatte nämlich den Wettbewerb zusammen mit der Süddeutschen Zeitung ausgerufen und uns als Gewinner eingeladen. Liebevoll betreut von Familie Tremml erfuhren wir unglaublich viel über Eisherstellung (immer rühren) und Lagerung, konnten sehen, wie Herr Tremml binnen 15 Minuten per Hand und Motorsäge einen Schwan vor unseren Augen entstehen ließ und durften selbst einmal Eis bearbeiten (gar nicht so leicht!).






Wir waren sogar im Kühlhaus, das angenehme -14 Grad hatte. Man merkt erst im Hochsommer, wie klar und gut so kalte Luft ist. Gut, dass wir Mütze, warme Jacken und Handschuhe dabei hatten. So konnten alle auf den Blöcken klettern, mit abgebrochenem Eis Tischhockey spielen und überhaupt alles anfassen.





Wieder in der Halle, wurde es sehr schnell sehr warm, also Jacken aus und weiter geht's. Wie Herr Tremml den Schwan in kurzer Zeit aus einem Eisblock sägte, das hat alle Kinder und Erwachsenen gefesselt. Selten waren alle so konzentriert und ein "ah!" und "oh!" ging öfter durch die Reihen. Wer so ein Kunstwerk für eine Feier oder just for fun haben mag, der ist mit guten 350€ dabei. Ja, das ist schon ein stolzer Preis, aber Arbeit hat eben ihren Wert und man kauft sich sowas ja auch nicht mal eben so.



Es ist aber auch so, dass die Nachfrage an Figuren eher weniger vorhanden ist, viel mehr werden in Blöcke eingefrorene Dinge gefordert. Seien es Abendkleider, das Bambi, Schuhe oder was auch immer. Viele Bilde davon kann man auf der Instagram Seite der Fima Tremml bestaunen. 


Nach dem vielen gucken durften die Kinder endlich selbst ran. Vier Eisblöcke (natürlich nicht bestes Eis, aber wen stört das, wenn er einfach nur drauf los hacken will?!) bekamen wir zum selber bearbeiten. Und wir stellten fest: Alles gar nicht so leicht. 
Währen die Kinder mit einer unglaublichen Ausdauert hackten und bohrten bestaunten wir immer wieder den wundervollen Schwan, der im Zuge des Tauvorganges immer schöner und schönes wurde.


Der krönende Abschluss war dann der in einen Eisblock eingefräste Schriftzug unseres Kindergartens. Was für ein toller Effekt. Von hinten spiegelverkehrt ins Eis geschnitten, mit Schnee aufgefüllt und dann klar gebügelt. Ja gebügelt. Man glaubt ja nicht, was für Geträte so ein Eiskünstler braucht.


Motorsäge, Bügeleisen, Sägen und Spachtel, Wasserkanne und Gabelstabler - Es ist eben doch eine richtige Werkhalle.




Wir haben den Vormittag in Ismaning sehr genossen und fanden es ungaublich spannend, was man aus Eis alles machen kann. Den Eisblock mit unserem Namen bekommen wir übrigens im Winter in den Kindergarten geliefert. Wenn das kein großzügiges Geschenk ist, weiß ich auch nicht.



Die Herzlichkeit und Freude an der Arbeit der Familie Tremml hat mich lange beeindruckt und ich bin froh, dass ich mitfahren durfte. Definitv der schönste Kindergartenausflüge aus 9 Jahren Kindergartenzeit. Und leider auch der letzte, endet doch die Kindergartenzeit meines letzten Kindes in fünf Tagen. Um so schöner, zum Abschluss so einen beeindrucktenden Tag mitnehmen zu dürfen.


So, das war mein Beitrag zum Thema "Wasser". Auch wenn es sehr schade ist, dass ich keine richtigen Fotos machen konnte, so bin ich froh, die Handyalternative als Option gehabt zu haben. Ich hoffe, ihr hattet nicht solche Probleme und konntet tolle Fotos machen rund ums nasse Thema. 

Ich freu mich auf eure Beiträge! Bis 1.8., 7:00 Uhr ist das Linktool geöffnet, danach bin ich in Sommerpause und wir sehen uns Ende September zum neuen Thema wieder. Das lautet dann "anderswo - fremde Länder oder Orte entdecken". 

Jetzt aber erstmal Bühne frei fürs Wasserthema!


1 Kommentar :

  1. Was für eine tolle Aktion, das ist bestimmt ein Erlebnis einen Eiskünstler bei der Arbeit zu erleben.
    Der Schwan sieht ja toll aus, auch wenn Du "nur" mit Handy fotografiert hast.
    Ja das kann schon mal passieren, aber ich finde Deine Fotos trotzdem sehr gelungen.
    Ich habe mehr als genug Wasser für Dich in meinen Beitrag gepackt, wünsche Dir schöne Ferien und sende liebe Grüße
    Kirsi

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