Die DSGVO betrifft auch mich - Mehr Nebel als Durchsicht.

Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, engl.: GDPR) kann man jetzt gut finden, oder eben auch nicht. Datenschutz an sich ist eine feine S...

Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, engl.: GDPR) kann man jetzt gut finden, oder eben auch nicht. Datenschutz an sich ist eine feine Sache. Für einfach Freizeitbloggerinnen ohne Schimmer mit Blog auf Wordpress oder Blogspot ist die DSGVO aber vor allem eines: Anstrengend und Nervenaufreibend.

Bisher bin ich noch nicht wirklich schlau, was nun wirklich alles getan werden muss UND ich habe diverse Probleme, Dinge umzusetzen, von denen ich weiß, dass sie geändert werden müssen. Daher ärgere ich mich etwas. Zum einen über den Rattenschwanz, den so ein Gesetz für 0815 Bloggerinnen mit sich bringt und auch, dass ich 2 Jahre verschlafen habe, was die DSGVO angeht und nun (wie ganz viele) kurz vor Finale noch überlegen darf, wie ich in kurzer Zeit alles überprüfe.  Meine mauen HTML Kenntnisse gepaart mit nur einem gewissen Grad an Internet-Durchsuch-Talent machen alles einen Ticken schwieriger. Und darüber, dass das hier eigentlich ein Hobby und kein verdienstvoller Vollzeitjob ist, will ich mal gar nicht reden.

Hilft aber alles nix, die DSGVO betrifft alle Bloggerinnen, egal ob groß und einflussreich oder klein und unbedeutend. So lange der Blog öffentlich ist (und damit Follower bekommen kann), ist er betroffen. Jey!

Ich werde euch hier nicht sagen, was man tun muss - dazu fehlt mir schlicht das fundierte Wissen. Ich werde euch lediglich sagen, was ich BISHER getan habe und was ich NOCH tun sollte (glaube ich). In der stillen Hoffnung, dass mir jemand sagt, ob das so passt und ich Tips bekomme, sollte ich noch irgendwas vergessen haben. Oder was falsch verstanden. Oder zu viel des Guten. Denn momentan ist da noch mehr Nebel als Klarheit.

+++ DISCLAIMER 
Auch wenn es jedem klar sein sollte: Ich habe weder fundierte Ahnung noch ersetzt mein gefährliches Halbwissen eine Rechtsberatung. Ich versuche lediglich - gemeinsam mit euch - heraus zu finden, was genau eigentlich geändert gehört bis Mai. Verlasst euch niemals nur auf Blogbeiträge. Generell sind wir alle selbst in der Pflicht, uns Gedanken zu machen und nach bestem Wissen und Gewissen unsere Blogs den Bestimmungen anzupassen. +++





COOKIES und DATENSAMMELN
Das ist erstmal(!) einfach. Denn Blogspot/Google hat für meinen Blog eine Cookie Info eingeschaltet. Darauf muss jede klicken, wenn sie erstmals auf meinen Blog geht. ABER so wie ich das verstehe, ist das nur die Info für von Google gespeicherte Daten/gesetzte Cookies. Was ist aber mit anderen Anbietern? Zb. Inlinkz? Die setzen doch auch Cookies und sammeln Daten, sobald ihr euch über sie verlinkt mit meiner Linkparty.
Würde es reichen, in der Datenschutzerklärung darauf hinzuweisen und bei der Inlinkz Verlinkung explizit nochmal unten hinzuschreiben, dass natürlich immer Daten gesammelt und Cookies gesetzt werden, wenn man sich woanders verlinkt? Ich würde es jetzt erstmal so machen.
Müsste Inlinkz nicht genau das selbst sagen und man müsste jedes Mal ein Häkchen setzen vor der Verlinkung?
UPDATE 17. APRIL: Inlinkz hat auf Nachfrage geantwortet, dass sie daran arbeiten, GSDVO konform zu sein und rechtzeitig über alles zu informieren. Außerdem braucht es laut Inlinkz keinen Vertrag zwischen uns, den Bloggerinnen und Inlinkz, man kann aber - sofern man selbst einen erstellt - einen mit ihnen abschließen. Desweiteren sind Inlinkz-Einträge/Verlinkungen alle "nofollow", werden also via google Suche (Bots?) nicht gefunden. Das steht auf deren Homepage.


KOMMENTARE
Datensammeln ist ja auch beim Kommentieren der Fall. Ich selbst kann kein Häkchen zum anklicken vorschalten (das nennt man opt-in, richtig?) beim Kommentieren, das müsste Google/Blogspot machen, meiner Meinung nach. Für Wordpress gibts schon was zum einbauen in den Blog. Bei Blogspot weiß ich nix.
Ich werde aber in die Kommentarspalte sicherheitshalber einen Hinweis einbauen, dass Google vermutlich Daten sammelt und dass anonym kommentieren auch möglich ist.
Ob das reicht?



KONTAKTFORMULAR
Das Formular für Kontakte habe ich entfernt. Bisher wurde es sehr selten genutzt und ich habe lieber meine Emailadresse im Impressum hinterlegt. Darüber könnt ihr mich erreichen. Dass ich damit eure Daten (Namen, Emailadresse) habe, schreibe ich noch dazu *Vogel zeig* Muss ich das? Obwohl das logisch ist?



FOLLOWER
Wie sieht das aus mit der Follower-Liste in der Sidebar? Auch nicht Konform? Also entfernen? erhebt ja sicher auch Daten oder?



IMPRESSUM und DATENSCHUTZERKLÄRUNG
Beides gehört schon lange getrennt von einander und sichtbar auf allen Seiten in den Blog. Beim Impressum bin ich mir immer unsicher, ob ich eines brauch oder nicht. Ich hab erstmal eines. Aus.
Die Datenschutzerklärung muss jetzt aber angepasst werden. Ich mache das hier ja nun wie gesagt zum Spaß und nicht beruflich und damit ist auch kein Cent für einen beratenden Anwalt übrig und ich hoffe sehr, eine Möglichkeit zu finden, in der ich die Datenschutzerklärung soweit abgesichert nach dem DSGVO generieren kann. Und dann anpassen. Muhahaha.



Die vermaledeite MOBILE VERSION
Die raubt mir den letzten Nerv! Denn da will partout die Datenschutzerklärung und das Impressum nicht auftauchen. Selbst wenn ich in HTML unter Header "mobile='yes'" eingebe. Wie geht das? Ich habe beides ja unterm Header in extra Seiten hinterlegt. 
Also da brauch ich dringend Rat. 



HTTP und HTTPS
Mimimi das bringt mich schon länger um den Verstand als nicht-HTMLerin. Denn offensichtlich hat mein Blog neben https tauglichen auch https untaugliche Bestandteile und deshalb bekomm ich immer Meldungen, dass https nicht gescheit geht und es nicht sicher ist. Also muss ich da ran vor dem Stichtag im Mai. Deshalb muss ich die Bestandteile finden und ändern. Welche sind das aber? Wie finde ich die? Wie löse ich das Problem?
Hilfe!



GOOGLE FONTS
Schöne Schriften kann man sich ja runterladen, google fonts sei Dank. Ich hab mir auch einen anderen Schrifttyp als den im Tamplete vorgesehenen eingebaut. Das Problem: Dieser Dienst greift Daten ab. Und das ist nicht gut. Nun stehe ich vor der Frage: Muss ich die entfernen? Und welche
Schriften darf ich denn verwenden? Da bin ich grad total blank. Vielleicht kommt da noch was von Google? 



SHARE BUTTONS
Aufs Bild klicken und in Pinterest speichern? Beitrag via Twitter, Facebook oder was auch immer teilen? Nene, soll man nicht mehr. So hab ich es jedenfalls verstanden. 
Das ist alles bei mir vorgesehen, ohne dass ich es je aktiv wollte. Große Frage: Wie bekomme ich das weg? Die Buttons sind im Tamplete dabei gewesen (jedenfalls hab ich sie nicht aktiv da hin gemacht) und werden glaub ich nie genutzt. Weg damit. Aber wo genau geht das?
Und wie bekomme ich die "Pin it" Sache aus den Bildern? Braucht ja auch keiner. Ich selbst nutze Pinterest ja auch nicht wirklich.

Und weiter: Was ist mit den "Follow me on ... " Gadgets in der Sidebar? Sind die ein Problem? Ich weiß es nicht. Wisst ihr es? Es sind selbstgemachte Bilder mit hinterlegtem Link auf meine Instagram und meine Bloglovin Seite.



DROPBOX
Hat zwar mit dem Blog nur am Rande zu tun, aber dennoch. Denn ich habe 2 Freebooks auf der Dropbox gespeichert und die ist ab 25. Mai nicht mehr DSGVO kompatibel. Jedenfalls nicht für private Nutzer. Was ich gelesen habe, arbeitet man nur für Business User an einer Anpassung. Das wäre ja dann mal voll für den Hintern. 
Kann ich das nicht mehr nutzen, schmeiße ich die Freebooks raus. Denn ich darf auch wegen DSGVO nicht mehr sagen "schreibt mir eine Mail, dann schicke ich es euch zu". Denn das wäre nicht mehr "free" weil ich eure Mail = Daten dafür bekäme. Die wären mir zwar schnurz pupe, aber das interessiert ja keinen.


GOOGLE sieht übrigens laut EU User Consent Policy (Stand 15.04.2018, nur auf Englisch vorhanden) momentan das DSGVO als ein Problem der Nutzer an, nicht als seines. Damit wären wir für die Daten verantwortlich. Ein schlechter Witz.

Völlig unklar ist mir, ob ich nun ein VERARBEITUNGSVERZEICHNIS erstellen muss oder nicht? Ich merke mir null Daten, manchmal grad so den Namen hier und dann soll ich ne Liste anfertigen mit allen Daten zu den Leuten? Und wie sieht das mit dem RECHT AUF LÖSCHUNG aus? Wie soll ich das machen? Die Daten hat Google/Blogspot und nicht ich. Maximal die Kommentare könnte ich löschen.


Ihr seht es also: Alles sehr unklar.
Wäre es einfacher, eine eigene Webseite ohne WP und Blogspot zu haben?


Wo ich gesucht und gelesen habe (klickt auf den Namen und ihr werdet zum entsprechenden Beitrag verlinkt):
Reisen-Fotografie
Datenschmutz zur EU User Consent Politcy
Datenschmutz zur DSGVO
Sunny's side of life




Eure Janine


[Nähen] Pläne für 2018 - Weniger ist mehr

Heute will ich meine Gedanken mit euch teilen, wie das Thema Nähen hier im Blog 2018 präsent sein soll. Da ich mir ja vorgenommen habe, meh...

Heute will ich meine Gedanken mit euch teilen, wie das Thema Nähen hier im Blog 2018 präsent sein soll. Da ich mir ja vorgenommen habe, mehr Inhalt und weniger "guck mal" Beiträge zu veröffentlichen, muss und möchte ich auch mein Nähverhalten und meine Nähbeiträge überdenken.


Als ich neulich meinen Blog überarbeitete und für meine "Hinter den Kulissen" Seite mal nachschauen wollte, wie lange ich eigentlich schon Blogge, fiel mir fast was aus dem Gesicht. Die Beiträge gehen nämlich zurück bis ins Jahr 2011. Damit bin ich jetzt im siebten Bloggerjahr und nähe seit über 7 Jahren!
Damals war der ausschlaggebende Punkt für meinen Blogstart das Nähen. Kinners, was hat sich seitdem getan?! So vieles. Ich habe fast das Gefühl, so eine Nähkarriere geht in bestimmten Phasen voran. Zumindest war es bei mir so. Aber wer weiß, vielleicht könnt ihr euch in einigen Dingen ja auch wiederfinden.

Phase No. 1 - Was?! Das kann man alles nähen? Ooooh die Stoffe! Die Schnitte!

Meine Motivation zu nähen war - wie bei so vielen - durch meine Kinder bestimmt. Ich lernte viele nähende Frauen kennen und darüber dann wiederum Schnittmustershops, Online-Stoffläden, Tipps und Tricks. Ich fing an, mir viele Stoffe zu kaufen. Wirklich viele. Weil: Die sind alle SO SCHÖN! Und was man hat, hat man. Und wegen der Menge (und meiner nicht vorhandenen Nähkenntnisse) sollten sie günstig sein. Ich kaufte ziemlich wahllos und nähte und nähte.
Irgendwann, mit fortschreitendem Können, wagte ich mich an erste Schnitte für Erwachsene. Aber auch hier kaufte ich relativ wahllos Stoffe und machte mir weder groß Gedanken, was mir stehen würde, ob ich das WIRKLICH anziehen tät und ob ich es brauchte. Jedes neue Schnittmuster, jeder neue Stoff war erst mal interessant. Und so wuchs mein Vorrat. Schnell zogen die Stoffe von einer in mehrere Kisten und nach unserem Umzug in einen vorhandenen Wandschrank. - Krass.


Phase No. 2 - Jetzt habe ich Know How. Und das setze ich ALLES um!

Ich lernte durch dieses viele Nähen unglaublich viel.
- Wie nähe ich einen Ausschnitt richtig?
- Welche Stoffe passen zu welchem Schnitt?
- Korrekt messen ist wichtig!
- Wie passte ich einen normalen Schnitt an meine Maße an?
 
Solche Dinge. Und natürlich all das Basiswissen zu Nähtechniken, Tricks und Kniffen.
Außerdem lernte ich mich besser kennen. Was gefällt mir wirklich und was steht mir? Welche Stoffe sind für mich sinnvoll? Bei der Stoffauswahl wurde ich anspruchsvoller, für die Kinder und für mich. Trotzdem konsumierte ich sehr viel und die Regale waren nie leer. Manchmal konnten die Kinder gar nicht so schnell wachsen, wie ich nähen wollte. Also waren ihre und mein Schrank gefüllt. Sehr gefüllt. Und monatlich kamen neue Ideen hinzu. Ich hatte ein Zeitschriften Abo und es gab so viele schöne Stoffe. Was lieb(t)e ich die skandinavischen Kinderstoffe! Und die schönen Baumwoll/Patchworkstoffe. Hach.


Phase No. 3 - Stopp, so geht es doch nicht weiter!

Die letzten Jahre ging der kopflose Konsum langsam zurück und dank eines größeren Angebots an GOTS und Fairen Stoffen mit immer mehr endverbraucherfreundlichen Preisen und diversen Aktionen, wie zum Beispiel Susannes This is not OK! und den dazugehörigen Denkanstößen rund ums Nähen erweiterte sich auch mein Konsumbewusstsein beim Thema Nähen.
Denn es ist doch nur die halbe Wahrheit, dass selber Nähen die bessere Wahl ist als einkaufen. Natürlich kann ich so dem Billigwahn entgegentreten, bei dem für mein günstiges Kleidungsstück die Näherinnen nur ein paar Cent, dafür aber menschenunwürdige und lebensbedrohliche Arbeitsbedingungen bekommen.
Doch den Stoff (und Garn, Strom, Zubehör ...) muss ich ja trotzdem kaufen. Und wie sehen die Bedingungen für die Herstellung dieser Dinge aus? Wie arbeiten die Weber und Färber von Stoffen? Welchen Arbeitsschutz erfahren sie? Und dann: Konsum ist  und bleibt eben Konsum und verbraucht Ressourcen. Ob nun als Meterware oder in Pullover - Stückzahlen gerechnet.

Es dauerte bei mir eine Weile (um ehrlich zu sein, 2 Jahre etwa), bis dieses Wissen auch ankam. Das ist ok, Dinge die man gern tut, gibt man nicht einfach auf oder stellt sich dabei gern die "brauch ich das wirklich" Frage. 

Nun bin ich aber sicher, dass es so eben nicht weiter gehen soll. Kein Konsum ohne Grenzen mehr. Kein Nähen ohne Kopf einschalten. Also: Wie geh ich diesen Weg nun weiter? Ich nähe wirklich gerne. Es macht mir unglaublich Spaß. Deshalb möchte ich das auch weiterhin tun. Aber ...




Genau, aber!
Aber ... ich möchte weniger Konsumieren.
Aber ... ich möchte verantwortlicher Konsumieren.
Aber ... es muss nicht jeder Sew Along, jeder neue Schnitt oder Stoff sein.
Aber ... ich brauche keine 3 neuen Kleidungsstücke pro Monat.

Ist gar nicht so leicht. Und deshalb brauche ich ein paar Vorsätze, oder besser noch so eine Art Leitfaden, an dem ich mich entlang hangeln kann. Und den habe ich mir erstellt.


Meine Nähvorsätze 2018



1. Ich überlege mir genau, was ich 2018 in meinem Kleiderschrank brauche. Ist etwas kaputt gegangen und ich möchte es ersetzen? Fehlt etwas, dass ich mir endlich nähen möchte? Habe ich Stoff und Schnitt schon eine Weile rumliegen (die berühmten Vorhaben, die man immer umsetzen möchte aber über den Einkauf nicht hinaus kommt)?

2. Ich plane sorfältig. Keine überstürzten Käufe. Welcher Schnitt, welcher Stoff? Habe ich einen Schnitt vielleicht in ähnlicher Art eh schon? Wie passt das Stück zusammen mit dem Rest meiner Garderobe?

3. Jedes Projekt soll fertig sein, bevor das nächste angefangen wird. Keine "für später" Käufe mehr! Deswegen kaufe ich nur noch konkret zum Projekt ein und erst, wenn es fertig ist, plane ich das nächste Projekt. 

4. Ich kaufe meine Stoffe möglichst bei vertrauenswürdigen Händlern/Herstellern. Ob es immer GOTS sein kann, weiß ich nicht. Aber es sollen gute Stoffe sein. Für mich gut in Langlebigkeit. Nichts ärgert mich mehr, als wenn etwas nach drei mal waschen hinüber ist. Und gut für die herstellenden Arbeiter, weil nicht unter haarsträubenden Lebens- und Arbeitsbedingungen produziert.

5. Last but not least: Ich brauche meine Stoffe im Schrank auf. Kein Horten von "Schätzen" mehr. Schätze werden alt, Kinder groß, Geschmack ändert sich. Es hat einfach keinen Sinn und ist eigentlich nur eine Form von unstillbarem Konsum. Kaufen um des Haben wollen Willens ist vorbei.



Der nächste Schritt

Zuerst werde ich mir genauer über Punkt 1 Gedanken machen. Was brauche ich eigentlich, was fehlt? Ich werde lang gehegte Nähpläne durchgehen, werde Bestand aufnehmen. Ich weiß jetzt schon von 3-4 Projekten, die im Keller liegen seit ... vermutlich Januar 2017.

Außerdem werde ich meine Schnitte und meine Stoffe durchgehen. Was soll bleiben, was nicht? Was soll mit dem Aussortierten geschehen?

Und wenn ich in diesen Dingen eine gewisse Übersicht gewonnen und Ordnung hineingebracht habe, erstelle ich einen Nähplan.

Ich bin gespannt, was eure Gedanken dazu sind. Seid ihr auch so Stoffsammlerinnen oder wart es? Wie geht ihr mit der Frage von Konsum, Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen um? Ist das für euch ein Thema? Vielleicht ganz aktuell oder derzeit nur am Rande? 
Eure Sicht würde mich sehr interessieren.

Herzlich, 
Janine

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Wieder öfter BLOGS lesen #3 - Hotel Mama

Wie jeden ersten Samstag im Monat nehme ich euch auch heute mit auf einen anderen Blog. In den Weiten des Internets finden sich da...




Wie jeden ersten Samstag im Monat nehme ich euch auch heute mit auf einen anderen Blog. In den Weiten des Internets finden sich da wahre Schätze und nicht alle passen in die eigene kleine Filterblase. Trotzdem, nein gerades deshalb sind sie richtig wertvoll. So wie meine heutige Blogempfehlung.

BLOGS LESEN: HOTEL MAMA

Menerva ist 28, Journalistin, Mutter einer Tochter, hat einen wunderbaren Wiener Dialekt, was ich ja sehr mag und schreibt auf ihrem Zuhause Blog Hotel Mama. Ich habe damals zufällig im Netz ein Interview mit ihr gefunden in dem die Frage aufkam: "Was sagt dein Mann zu deinem Blog/zum Bloggen?" So oder so ähnlich lautete die Frage und sie blieb mir als einzige wirklich im Kopf hängen, weil ich sie so doof fand. Sie schien mir so vorhersehbar aus der Vorurteilskiste gegriffen, denn ich erinnere mich nicht, jemals diese Frage in irgendeinem anderen Bloggerinneninterview (mit ausnahmslos nichtmuslimischen Bloggerinnen) gelesen zu haben. Lustigerweise war es diese Frage, die mich auf ihren Blog nachschauen gucken ließ, was Menerva alles so schreibt und was ihre Themen sind. Und dort bin ich hängengeblieben.
 
 
Worüber schreib Menerva so alles? Vor allem über Frauen. Großartig. Ich mag das. Frauen erzählen ihre Geschichte, ihren Weg. Ihre Interviews mit Frauen aus der ganzen Welt sammelt sie unter #Mamaste. Sie sind mal lustig, mal traurig, mal schwer und mal leicht.

Sie schreibt aber noch mehr. Über das Leben als wienerisch-ägyptische oder ägyptisch-wienerische Muslima und Mama. Gegen Vorurteile und - wie ich find - für mehr Wissen. Denn für mich ist ihr Blog ein Ort, an dem ich Sichtweisen kennen lerne, die in meiner Blase nicht vorkommen, von denen ich maximal eine Ahnung habe. Von Frauenbildern in anderen Kulturen, von Feminismus unter anderen Herausvorderungen oder Bedingungen. Dabei nie klischeehaft, nie klein, immer laut und stark, immer konkret und mit viel Humor. Meine liebsten Beiträge sind ihre englischsprachigen feministischen Artikel. Davon kommen hoffentlich noch mehr. Denn mit den ersten beiden hat sie für mich eine Tür aufgemacht in eine Welt, in die ich bisher nur über männliche Äußerungen sporadisch Einsicht hatte.

Menerva muss man lesen, weil es wichtig ist, was sie erzählt. Weil es immer gut ist, zuzuhören, was Frauen jeder Herkunft, Religion, kulturellem Backround über sich und über die Vielfalt, Frau zu sein, zu sagen haben. Aber auch ganz einfach, weil sie sehr tolle Texte und Inhalte veröffentlicht. Weil sie kein Blatt vor den Mund nimmt, sondern aufklärt, auch bezüglich weiblicher Sexualität. Und weil sie einen wirklich witzigen Humor hat, was sich vor allem in ihren herrlichen "Rants" zeigt, wenn sie auf Hater antwortet.

Schaut mal bei ihr rein. Es macht Spaß, sie zu lesen. 

Eure Janine